Jennifers Weg

Worauf es ankommt …

Mein Weg zum Pferd ging nicht übers Reiten, nicht über Turniererfolg oder Geländegehoppel.

Ich fing vor circa 25 Jahren an, reiten zu lernen. Es blieb immer ein begleitendes Hobby. Aber dieser völligen Begeisterung bin ich nie erlegen. Schön und nett, ja, aber das war auch alles. Und ich hatte immer etwas Angst. Nicht gerade förderlich.

Später hatte ich Pflegepferde, immer eher Charakterköpfe, denn sonst empfand ich es als langweilig (trotz einer Grundangst), es war manchmal eher Pflicht und Pflege des Selbstbildes. Verbessert habe ich mich nicht, zumindest empfand ich es so. Konnte auch nicht wirklich mitreden bei anderen, da mir ein bisschen das Talent fehlt, aber auch das grundsätzliche Interesse. Also Ende der Fahnenstange. Für jemanden, der etwas Herausforderung sucht, nicht gerade ideal.

Dann begegnete ich einer jetzigen Freundin und meinem heutigen Pferd und den Sätzen: „Wie der Herr, so das Gescherr“ und „Das Pferd ist dein Spiegel“. Und somit auch der Bodenarbeit. Rausgeholt aus schlechter reiterlicher Ausbildung, zu wenig Know-how über Pferde, Bewegung und Zusammenspiel und eigene mangelnde körperlicher Wahrnehmung und Beherrschung, machte ich mit meinem Pferd neue, für mich wortwörtlich weltbewegende Erfahrungen. Heute ist Daria, meine Friesin, meine Partnerin, meine Lehrerin, meine Schülerin und meine Ruhe. Reiterlich bin ich noch nicht viel weiter (steht aber schon in den Startschuhen nach immerhin 4 Jahren und viele Fehler habe ich inzwischen erkannt), aber das stete Lernen, die steten Verbesserungen an mir, an Daria und an uns, bringen Ausgeglichenheit und Freude (und auch Freunde).

Alles, was ich über mich, meinen Körper, meine Ausstrahlung lerne – über meinen Spiegel Daria – bringt mich in Arbeit, Familie, innerer Weg, Freunde, Beziehung weiter. Sorgt für die schwer zu findende Zufriedenheit im Leben. Die Arbeit mit meinem Pferd ist Erholung und Weiterentwicklung. Die Entdeckung von Vertrauen (mein spinniges Pferd macht mir keine Angst, eher lache ich und tobe mit) und Passion (dem Willen, dass es meinem Pferd mental und körperlich gut geht) hat mich weiter gebracht. Und mein schwieriges Pferd wird heute als liebes und braves Pferd angesehen (hihi, dass Temperament ist gut versteckt). Aber ich merke auch, andere Pferde interessieren mich immer noch nicht. Kenne kaum einen Namen im Stall oder weiß, wer zu wem gehört. Ich musste also diesem einem Pferd begegnen.

Mein Weg zum Pferd ist also meine Meditation, meine Passion, meine Daria:

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